Internationaler Kunstkritikerverband, Sektion der BRD



Was war - wie geht es weiter ?


Skizzen aus Paris vom 40. AICA- Kongress (15-20.Oktober 2006)

Kongress und Generalversammlung waren sehr gut besucht. 167 Teilnehmer kamen aus 44 Ländern. Bei seiner Rede vor der Generalversammlung wies AICA-Präsident Henry Meyric-Hughes auf die "Kargheit" des diesjährigen Kongresses hin. Nachdem die Einladung nach Moskau sehr spät und plötzlich abgesagt worden war, übernahm Paris unverzüglich die Vorbereitungen. Geldquellen waren in der Kürze der Zeit kaum aufzutreiben. Trotzdem halfen viele Organisationen mit kleineren Beträgen: Prins-Claus-Fond for Culture and Development, Délégation Générale à la langue française, Getty-Foundation u.a.

Dies reichte gerade für die Simultanübersetzung. So wirkte dieser Kongress in Paris eher asketisch. Dies wurde durch das Niveau der Beiträge wieder wettgemacht.

Für das vergangene Jahr lässt sich sagen, dass das Budget ausbalanciert ist. Das Verhältnis zur UNESCO, das eine Zeit lang mehr als getrübt war, ist wieder sehr gut. Folgende Projekte wurden mit Hilfe der UNESCO durchgeführt: ein Workshop auf der 7. Biennale von Dakar und ein mehrtägiges Seminar in Addis Abeba in Äthiopien. Das hohe Interesse für die Belange der Kunstkritik heute und auch für die Strukturen unserer Kunstszene sowie der Wunsch, einen Dialog zu führen, machten diese Veranstaltung zu einem intensiven Erlebnis für alle Teilnehmer.
Erfolgreich arbeitet die AICA auch mit den "Archives de la critique d'art" in Rennes zusammen.

Außerdem ist eine engere Zusammenarbeit zwischen AICA,
IKT ( Internationale Kunstausstellungsleiter-Tagung ) und CIMAM (Int. Council of ICOM for Museums and Collections of Modern Art) vorgesehen. Man strebt nicht nur eine gemeinsame Mitgliedschaft an, sondern plant auch, geschlossen bei den Organisatoren von Großereignissen (documenta, Biennale von Venedig) vorzusprechen, um den freien Eintritt für alle Mitglieder zu garantieren.

Folgende neue Sektionen haben sich im letzten Jahr konstituiert: Singapur, Armenien, China, Südafrika und Indien (hier bestand interessanterweise schon in den 1950/60er Jahren eine Sektion). Wieder aktiviert wurden die Sektionen der Dominikanischen Republik, Ägyptens (leider bekam der Sprecher des diesjährigen Kongresses in Paris plötzlich kein Visum) und des Libanon (hier muss die Sektion noch "im Exil" in Paris agieren).

Auf zwei kommende Events wurde aufmerksam gemacht: ein Symposion in Barcelona, 10.-12. 11.2006: "Die Ära der Biennalen in der globalen Kunstszene" sowie ein Symposion in Paris: "Das halbe Jahrhundert von Pierre Restany", 30.11.-1.12.2006.

Kommende Kongresse:
Für 2007 liegt eine Einladung aus Brasilien vor. Der Kongress soll im Oktober während der Sao Paolo Biennale stattfinden. Das Thema: "Die Institutionalisierung der zeitgenössischen Kunst: Kunstkritik, Museen, Biennalen, Kunstmarkt im Hinblick auf die wichtigsten Probleme unserer kulturellen Gegenwart in der globalisierten Gesellschaft".
Post-Congress-Tour: Brasilia/Salvador, Porto Allegre/Rio de Janeiro, Brasilia/Manaus.
2008 - Es liegt eine noch nicht offizielle Einladung aus Australien vor.
2009 - Eine konkrete Einladung aus Irland ist bereits vom Plenum akzeptiert worden.
2010 - Eine noch nicht gesicherte Einladung kommt aus der Türkei. Der Kongress sollte in Istanbul während der dortigen Biennale stattfinden.

 

Paris, im Oktober 2006
Evelyn Weiss


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