Internationaler Kunstkritikerverband, Sektion der BRD



Bacon-Schau als "Ausstellung des Jahres 2006" gewürdigt/ "Museum des Jahres 2006" ist das Bottroper Museum Albers

"Ausstellung des Jahres 2006" ist die Bilder-Schau des englischen Malers Francis Bacon (1909-1992). Die Mitgliederversammlung der deutschen AICA entschied sich in Köln mit großer Mehrheit für die Düsseldorfer Ausstellung, die mit dem Untertitel "Die Gewalt des Faktischen" noch bis zum 7. Januar 2007 in der Kunstsammlung NRW (K20) am Grabbeplatz zu sehen ist.
Auf ihrer Tagung zum Auftakt der Art Cologne vergaben die Kunstkritiker auch die Prämierung "Besondere Ausstellung 2006", mit der die Kölner Galerie Thomas Zander für ihre schon im Frühjahr präsentierte Doppel-Ausstellung mit Werken der Medienkünstler Anthony McCall und Éric Rondepierre gewürdigt wird. In der Begründung heißt es, in "Zeiten, in denen die Malerei immer neue Kapriolen schlägt und Kunst möglichst eingängig zu sein hat, sind solche Ausstellungen wichtiger denn je". Vor allem das Werk von Anthony McCall belege, wie profund, produktiv und anschaulich medienreflexive Ansätze sein können. Die Mitgliederversammlung folgte mit Ihrer Entscheidung dem beauftragten Juror Thomas Wagner von der FAZ. Im kommenden Jahr übernimmt der Kölner Kritiker Hans-Peter Riese (ARD) die Aufgabe, der AICA-Mitgliederversammlung die "besondere Ausstellung" vorzuschlagen.

Zum dritten Mal ist von der AICA auch die Würdigung "Museum des Jahres" vergeben worden. Diese erhielt für 2006 das Bottroper "Josef Albers Museum Quadrat". Die Jury urteilte, das intelligente und von modischen Tendenzen des Kunstmarktes unabhängige, seit über dreißig Jahren konsequent verfolgte Ausstellungs- und Sammlungsprogramm im Geiste seines Namenspatrons Albers sei für die Auszeichnung entscheidend gewesen. Einerseits fest in der Region verwurzelt, strahle der Ruf des Museums andererseits weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, nicht zuletzt weil es sich dem nach wie vor unvollendeten Projekt der Moderne verpflichtet habe.

 

Köln, im November 2006
Walter Vitt


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