Internationaler Kunstkritikerverband, Sektion der BRD



Deutsche Kunstvereine zeichnen US-Kritiker aus

Der amerikanische Kunstkritiker Gregory Williams ist mit dem Preis für Kunstkritik 2004 ausgezeichnet worden. Die Ehrung wird alljährlich von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (AdKV) während der Art Cologne verliehen. Nach Angaben der Koelnmesse ist sie ist mit einem Preisgeld von 2.500 € verbunden, das in diesem Jahr die auf Kunstkataloge spezialisierte Druckerei Engelhardt & Bauer, Karlsruhe, gestiftet hat.
Gregory Williams, geboren 1967 in Oakland, Kalifornien, ist freier Kritiker und lebt zur Zeit in Berlin. Er studierte Kunstgeschichte an der Tufts University in Medford, Massachusetts, und verfasst gegenwärtig seine Doktorarbeit über Humor in der westdeutschen Kunst der 1970er und 1980er Jahre am Graduate Center, City University of New York. Er hat zahlreiche Beiträge u.a. für die Zeitschriften Artforum International und Texte zur Kunst geschrieben. Seit 1999 wirkt er außerdem als Redakteur für Cabinet, Zeitschrift für Kunst und Kultur, Brooklyn, New York, und seit 2003 ist er ihr Mitherausgeber in Berlin. In diesem Jahr hat Williams ein Stipendium beim Berlin Program for Advanced German and European Studies an der Freien Universität in Berlin angetreten.
In der Presseerklärung der Koelnmesse heißt es weiter, eines der zentralen Anliegen der Arbeit von Gregory Williams sei die Beantwortung die Frage, wie die Übertragung künstlerischer Ideen in textliche und visuelle Ästhetik gelingt und wie sie außerhalb einer gewissen Sprachgemeinde verstanden wird. Insbesondere hinsichtlich der Ästhetik von Witz und Humor untersuche Williams den Universalismus bzw. die Einzigartigkeit der Kunst in Bezug auf das Bildrepertoire einer internationalen populären Kultur.

Köln, im Oktober 2004
W.V.


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