Internationaler Kunstkritikerverband, Sektion der BRD



Kunstkritik prekär. Eine öffentiche Diskussion




Ein Bericht über die Verhaftung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei stand am Anfang des öffentlichen Gesprächs zum Thema 'Kunstkritik prekär', zu dem die Deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbands AICA auf der Kunstmesse Art Cologne am 13. April 2011 eingeladen hatte. Der Galerist Alexander Ochs, langjähriger China-Spezialist, votierte aufgrund seiner eigenen Erfahrung für Zurückhaltung im Protest gegen das Vorgehen der chinesischen Regierung, ohne den direkten Dialog mit China aufzugeben. Er riet dazu, die deutsche Regierung zur Mithilfe aufzufordern. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass er, anders als in manchen Medien kolportiert, keineswegs von der deutschen Botschaft in Peking ein Signal erhalten habe, dass er in Sachen Ai Weiwei keine weitere Äußerungen von sich geben sollte.
Kunstkritiker aus drei Generationen haben sich anschließend zum Thema Kunstkritik in Zeiten der Eventkultur geäußert. Astrid Mania plädierte in ihrem Beitrag für ein produktiveres Umfeld mit neuen Möglichkeiten. Max Imdahl eröffnete Einblicke in den redaktionellen Alltag eines Kunstkritikers. Versiert und souverän zeigte sich der ehemalige Feuilletonchef der FAZ, Eduard Beaucamp.

Für den Kunstherbst in Berlin ist eine weitere Gesprächsrunde zum Thema 'Kunstkritik' auf dem art forum Berlin geplant.

 

 

Berlin, 29.04.2011
Thomas Wulffen


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