Internationaler Kunstkritikerverband, Sektion der BRD



Internationaler AICA Kongress 2011

An alle Mitglieder!
Wer mehr „Biss in der AICA" möchte, der sei hiermit aufgefordert, sich für die Aktivitäten der Internationalen AICA (www.aica-int.org) zu interessieren. Dort kann man sich engagieren, zum Beispiel die „Kommission gegen die Zensur und für die Ausdrucksfreiheit" unterstützen, sie laufend über Ungerechtigkeiten und Regelverstöße informieren (www.aica-int.org, Professional Issues, Censorship and Freedom of Expression).
Sie haben außerdem die Möglichkeit, an den Internationalen Kongressen teilzunehmen, persönliche Kontakte zu knüpfen, ihr internationales Netzwerk zu pflegen. Vor allem, denken Sie daran: der Kongress 2012 soll, wenn möglich, in Berlin stattfinden. Wir rufen zur Mitarbeit auf bei der Erarbeitung eines inhaltlichen Konzeptes und bei der Organisation.
Einfluss in der Öffentlichkeit und in Gremien ist gut, aber, wie wir alle wissen, die Kunstkritik selbst ist in Gefahr. Warum kritisieren wir denn nicht mehr? Es ist nicht Aufgabe eines Verbandes, noch hat er die Möglichkeit, die medialen Bedingungen zu verändern; es ist Aufgabe jedes Einzelnen von uns, sich seiner Berufsethik zu besinnen.
Schreiben wir, veröffentlichen wir, rufen wir auf zu mehr Kunstkritik in Zeitungen und Zeitschriften.

Und nun hier der
Bericht über die Präsidiumssitzung der Internationalen AICA
in Paris am 19. März 2011

An der Sitzung nahmen Yacouba Konaté (der Präsident) und Brane Kovic (der neue Generalsekretär), einige der Vizepräsidenten, einige der Gewählten Präsidiumsmitglieder und etwa 30 nationale AICA-Präsidenten oder deren Stellvertreter teil.

Berichte des Präsidiums
In den Rechenschaftsberichten war vor allem von den geplanten Seminaren und Publikationen sowie der Einrichtung eines Facebooks die Rede.
Außerdem wurde darüber diskutiert, ob es sinnvoll wäre, einen beigeordneten Generalsekretär zu suchen, der seinen Wohnsitz in Paris hat und die Kontakte zur UNESCO und anderen Sponsoren intensivieren könnte.

Berichte der Kommissionen
Unter den Kommissionen erwies sich die über „Zensur und Ausdrucksfreiheit" als besonders aktiv.
Was die Vergabe von Kritikerpreisen betrifft, so hat die Preis-Kommission einen neuen Vorschlag vorbereitet und vorgetragen. Sie meinte, es wäre sinnvoll, den Preis für das Lebenswerk eines besonders herausragenden Kunstkritikers jeweils an den Internationalen Kongress zu koppeln und ihn einer Persönlichkeit des jeweiligen Gastlandes zu verleihen. Der Festakt könnte Teil des Kongressprogramms werden. Die erste Preisverleihung dieser Art soll in Paraguay stattfinden.
Im Herbst 2012 könnte demnach ein solcher Preis in Berlin an einen deutschen Kritiker vergeben werden. Das Präsidium würde die Deutsche AICA um Empfehlungen bitten und zusammen mit der Preis-Kommission eine Entscheidung fällen.
Die Sprachenkommission hat noch vorgeschlagen, dass aus Kostengründen nicht mehr alle Vorträge bei unseren Internationalen Kongressen in alle drei Sprachen übersetzt werden sollten, sondern nur noch die Vorträge der Key-Speaker. Alle anderen Beiträge sollten im Voraus abgeliefert, soweit erforderlich, ins Englische übersetzt und in Kopien ausgelegt werden.
Die AICA USA initiiert ab 2011 ein jährliches Kolloquium, zu dem jeweils Vertreter einer anderen nationalen AICA eingeladen werden sollen. Ein erstes solches Treffen wird zwischen den USA und Frankreich stattfinden.

Internationaler Kongress
Der diesjährige Internationale Kongress findet vom 17. - 20. Oktober 2011 in Asunción, Paraguay, statt. Sein Thema: „Art and Criticism in Times of Crisis. Art, Criticism and Society: Where is Criticism?"
Post-Kongress vom 21. bis 26. Oktober 2011 in Curitiba und Porto Alegre (Brasilien).
Weitere Informationen finden Sie unter www.aica-int.org (congresses).
AICA Mitglieder, die einen Vortrag zu diesem Thema anmelden möchten, sollen bitte bis spätestens 30. April 2011 ein abstract an den AICA-Präsidenten ihres Landes, in unserem Falle, an Thomas Wulffen senden, der die Anfrage bis spätestens 3. Mai nach Asunción weitergeleitet haben muss. Die Auswahl der Redner findet am 1. Juni statt.

Begleitprogramm
Am Vorabend der Präsidiumssitzung hat die französische AICA ein Symposion veranstaltet, das im Rahmen einer sehenswerten Themen-Ausstellung der Maison Rouge stattfand. Die Ausstellung lautete „Wir sind alle Kannibalen", AICA France hatte eingeladen, über „Die Kunst, den anderen zu assimilieren" zu diskutieren. Ein Kunsthistoriker, ein Ethnologe und drei Kunstkritikerinnen sprachen über anthropologische Forschungen, kannibalistische Rituale, Opferungen, Verschlingungsphantasien, Märchen, Mythen, Symbole in der alten und der zeitgenössischen Kunst. Ein Gegenwartsbezug ergab sich aus der Frage nach den heutigen Formen der Identifikation mit sich selbst.


Vizepräsidentin der Internationalen AICA

 

Düsseldorf, 15.04.2011
Marie Luise Syring


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