Internationaler Kunstkritikerverband, Sektion der BRD



Vom AICA-Kongress in Taipeh

80 Mitglieder der AICA aus 26 Ländern haben am XXXVIII. Kongress der Internationalen AICA teilgenommen, der vom 30.11. bis 6.12. 2004 von der taiwanesischen Sektion in Taipeh organisiert worden ist. Die deutsche Kunstkritik war u.a. durch AICA-Generalsekretärin Marie Luise Syring (Düsseldorf) sowie durch Evelyn Weiss (Bonn) und Noemi Smolik (Bonn) vertreten.

In seinem Rechenschaftsbericht hob AICA-Präsident Henry Meyric Hughes (London) die Verpflichtung der AICA hervor, verfolgten Kollegen in aller Welt, in letzter Zeit u.a. an der Elfenbeinküste, in Hongkong und auf Haiti, beizustehen. Erleichtert zeigte sich der Präsident, dass die Diskussion um die neuen Statuten nunmehr abgeschlossen ist. Meyric Hughes ging auch auf die inzwischen 14 Bände umfassende deutsche AICA-Taschenbuchreihe „Schriften zur Kunstkritik“ ein und bedauerte, dass kein Geld da sei, „solche Publikationen auch in andere Sprachen zu übersetzen“ und zu publizieren.

Schatzmeisterin Angelica Bäumer (Wien) informierte darüber, dass sich die AICA wegen des schwachen Dollar von der US-Währung als Zahlungsmittel der Sektionen trennt und die Beiträge nur noch in Euro entgegennimmt. Einstimmig beschloss die Generalversammlung, die an Paris zu entrichtenden Beiträge von 2005 an auf jährlich 30 Euro für die reicheren Länder und auf 20 Euro für die Entwicklungsstaaten zu erhöhen. Sektionen, die zwei Jahre lang keine Gelder überwiesen haben, sollen vorläufig aus der AICA ausgeschlossen werden. Ihre Mitglieder können ihre Beiträge individuell an Paris zahlen und werden dann der „freien Sektion“ zugerechnet.

Das Thema des Kongresses „The Regionalisation of Art Criticism: Its Possibility and Global Positioning“ wurde in zwei Symposion abgehandelt. Symposion I fand vom 2. bis 4. 12. in Taipeh, Symposion II vom 7.bis 9.12. in Kaohsiung statt.

Ein Prä-Kongress am 30.11. und 1.12. bot Gelegenheit, die Ausstellung „Taiwan Avant-Garde Documenta II“, das National Palace Museum, das Yingge Ceramics Museum und das Juming Museum zu besuchen. An einem der folgenden Abende stand die Besichtigung der Taipeh Biennale im Mittelpunkt.

Zum Post-Kongress vom 6. bis 9. 12. wurde eine Reise vom Norden in den Süden Taiwans angeboten - mit Führungen durch das City Craft Museum und das Railway Warehouse in Hsinchu, die alternativen Ausstellungsräume im Stock 20 in Taichung, durch die National University of Arts und das Nan-Ying Tsung-Yeh Cultural Center in Tainan und das Museum of Fine Arts in Kaohsiung.

Der XXXIX. Kongress der AICA findet vom 19. bis 25. September 2005 in Ljubljana (Slowenien) unter dem Titel „Art Criticism and Art Theory“ statt. Die AICA-Zentrale in Paris ist inzwischen umgezogen und nun unter der Adresse: 32 rue Yves Toudic, 75010 Paris, erreichbar.

Bonn/Düsseldorf/Köln, im Januar 2005
MARIE LUISE, SYRING EVELYN WEISS


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